Seit ein paar Jahren leben schon die Honigbienen in unserem Garten mitten in Germering. Die Familie und Nachbarn haben sich daran gewöhnt und erfreuen sich auch an dem Gesumme und dem Honig. Sind neugierige Gäste zu Besuch, gibt es erst einmal eine kleine Besichtigungsrunde. Da wir dabei die Bienen meist im Kasten lassen und nicht groß ärgern, stören die Bienen auch nicht das anschließende gemütliche Beisammensein.

Die Anzahl der Bienenstöcke im Garten stieg aber an, so dass ich mich nach anderen Standorten umsehen musste. Ein Imkerkollege hatte einen Standort im Kreuzlinger Forst und schwärmte auch gerne von dem leckeren Honig mit Brombeeraromen.

Nun wollte er diesen Standort aus Zeitgründen aufgeben. Ich war interessiert. Einen Vertrag mit den Bayrischen Staatsforsten konnte ich erst am Ende des Honigsjahres 2018 erhalten. Die Bienen verblieben erst einmal im Garten.

Im März 2019 „markierte“ ich das Revier mit Paletten. Die Temperaturen waren aber noch sehr kalt und Blühpflanzen konnte ich in der direkten Umgebung nicht entdecken. Für einen Umzug war es noch zu früh.

Im April gab es ein paar warme Tage, so dass ein Volk eine neue Heimat im Kreuzlinger Forst fand.

Aufgrund der folgenden kalten Tage, musste immer wieder kontrolliert werden, ob genug Futter vorlag. Zum Nachfüttern wurden dann die aus der Winterfütterung übrig gebliebenen Futterwaben verwendet. Im Mai wurde ein Ableger hinzugefügt. Dis war notwendig, damit die Bienen im Garten etwas mehr Platz in der Kiste haben. Und auch ein in Germering Nähe S-Bahn gefundener Bienenschwarm fand sein Zuhause im Forst.

Ein dritter Standort wurde im Landschaftsschutzgebiet Moosschwaige gefunden. Die Wiesen an der Moosschwaige bilden das Quellgebiet des Erlbachs. Dieser fließt durch einige ehemalige Fischteiche, die Moosschwaiger Weiher. Ein weiteres Biotop bilden die Streuobstwiesen.

Der Standort wurde zuvor von einem Demeter-Imker genutzt. Anfang April übernahm ich den Platz und siedelte Bienen aus dem Garten um.

Nun bin ich gespannt auf dieHonigernte 2019. Die Honiggläser warten auch schon.